06/01: Rennbericht Laserzlauf in Lienz (AT)

by Martin Luggerby Martin LuggerResults
Bereits zum 28. Mal fiel am Dreikönigstag 2011 der Startschuss zum wahrscheinlich traditionsreichsten Tourenskirennen in Österreich, dem Laserzlauf der Alpinen Gesellschaft Alpenraute in den Lienzer Dolomiten. Bei erstklassigen Verhältnissen bezwangen 191 Sportler die schwierige Strecke. Bei den herren gabs ein vollständig Salzburger Siegerstockerl mit Jakob Herrmann an der Spitze, die Damenwertung entschied die Tirolerin Veronika Swidrak für sich, die Jugendwertung ging an den Deutschen Cornelius Unger.

Endlich einmal wars wärmer in Lienz! Traditionell ist der Laserzlauf das kälteste Rennen der ASTC Rennserie, da waren die heutigen -9°C fast schon kuschelig warm. Zudem kam noch die große soziale Wärme: denn die Organisatoren waren heuer vom großen Ansturm fast überrumpelt worden. Trotz eines Weltcupbewerbs am Sonntag und dadurch einigen fehlenden bekannten Namen der Szene hatten sich 191 Sportler angemeldet. Die Bedingungen waren nahezu ideal, wenngleich auch die Sicht im oberen Bereich der Abfahrt schlecht war. Die üblicherweise sehr eisige Abfahrt war von den Alpenrautlern dankenswerter Weise mit einigen Kurven entschärft worden.

Wie so oft war leider am Startplatz an der Lavanter Mur zu wenig Schnee, um direkt mit Skiern starten zu können. Aber in gewohnt gelassener Manier hatten die Alpenrautler wieder für einen „Turnschuh-Tragedienst“ gesorgt. So konnten die ersten 400 Höhenmeter mit Turnschuhen überwunden werden, um dann umzusteigen auf die mitgetragenen Skischuhe. Die Turnschuhe konnten weggeworfen werden und wurden zum Ziel am Kreithof gebracht. Manche wollten allerdings auf den Wechselstress verzichten und starteten trotzdem gleich mit Skischuhen.

Gleich zu Anfang setzte sich der Werfenwenger Jakob Herrmann (Skinfit-Biotechracing) an die Spitze der Horde, Markus Stock (Hagan Racingteam) verlor etwas Zeit beim Schuhwechsel, konnte sich aber als 2. Einreihen. Mit Roberto de Simone und Paul Innerhofer folgten zwei Südtiroler. Diese Reihung blieb bis auf die Lavanter Alm gleich, ab der der schwierige Anstieg aufs Laserztörl beginnt. Jakob Herrmann lag mittlerweile mehrere Minuten Vorsprung an der Spitze, Markus Stock als zweiter hörte jedoch plötzlich nicht mehr die Italiener hinter sich, sondern den fulminant aufholenden Bischofshofener Tom Wallner (Dynafit Austria). Dieses rein Salzburger Trio erreichte in dieser Reihung auch das Laserztörl. Herrmann ließ als hervorragender Abfahrer nichts mehr anbrennen und brachte mit einer hervorragenden Abfahrtszeit von 17:56 Minuten und einer Gesamtzeit von 1:47:56 den Sieg nach Hause. Auf den Plätzen folgten – trotz einem auf der Abfahrt abgebrochenen Ski - Markus Stock (1:53:03) und Tom Wallner (1:54:40). Als positive Überraschung darf durchaus die gewaltige Leistung des erst 19-jährigen Nationalkader-Athleten Martin Weisskopf (Venediger Bergführer) gelten, der sich mit 1:56:37 auf Platz 5 einreihen konnte.

Die Damenführung übernahm von Beginn an die Ramsauerin Lydia Prugger, sie legte ein enormes Starttempo vor, das sogar so manchem Herren Probleme bereitete. Ihr folgte die Radfelderin Veronika Swidrak (Sport Schweighofer)und die Südtirolerin Andrea Innerhofer (Mountain Ski SSV Taufers). Leider konnte Prugger das hohe angegangen Tempo nicht halten und fiel nach der Lavanter Alm sukzessive zurück. Die brutal stark und konstant gehende Swidrak nutzte Ihre Chance und löste Prugger unterhalb des Laserztörls an der Spitze ab, und brachte diese Führung mit 2:17:06 auch ins Ziel. Prugger konnte – angeschlagen – den 2. Platz in die Abfahrt retten und Innerhofer mit einer hervorragenden Abfahrt locker auf Distanz halten, und so mit 2:21:47 die Silberne erringen. Innerhofer konnte keinen Angriff mehr auf den 2. Platz machen, auf der Abfahrt verlor sie sogar noch etwas an Zeit und konnte mit 2:30:18 den dritten Platz erreichen.

Die Junior-Klasse (am Laserz werden traditionell die Kadetten nicht als Klasse geführt, zu alpin ist dieses Rennen) war heute fest in Deutscher Hand. Ganz im Trend der enorm starken Deutschen Jugendmannschaft - die sich gerade auf den Weltcup am Sonntag vorbereitet - siegte auf der verkürzten Strecke vom Kreithof zur Karlsbader Hütte der 18-jährige Cornelius Unger (1:27:08). Auf den Plätzen folgten die jungen Kärntner Florian Guggenberger (19 Jahre) mit 1:34:34 und Markus Preiss (19 Jahre) mit 1:37:31.

In der wieder einmal gesteckt vollen Gaststube des Kreithofs konnten die Erfolge nur kurz nachbesprochen werden. Dann ging’s nach draußen zur Siegerehrung. Viele, viele Sachpreise und der berühmte Pickel als Anhänger wurden an die Klassensieger übergeben. Markus Huber als Obmann der Alpenraute und OK-Chef konnte aufatmen: der Laserzlauf war ohne große Pannen und Unfälle höchst positiv über die Bühne gegangen. Wie in den letzten Jahren haben die Leute der Alpinen Gesellschaft Alpenraute bewiesen, dass sie dieses logistisch schwierige Rennen locker und mit Coolness organisieren. Ein Bravo an die Organisatoren und natürlich an alle Teilnehmer, die die Strecke gemeistert haben.

PS: „Die 4“ waren natürlich auch wieder dabei…jene 4 wackeren Helden, die alle 28 Mal (!!!!) am Rennen teilgenommen haben: Kurt Ebner, Karl Posch, Robert Schupfer und Edi Unterweger.

Source: http://www.askimo.at/aktuelles/detailansicht/article/rennbericht-laserzl...

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